Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


other:fisch

mein Aquarium

Aquarium1: 56L

Aquarium Gesamtansicht

typisches 60cm / 56L Komplettset

Bodengrund: Quarzsand, Körnung 0,1-0,4 (die Pflanzen wachsen toll, von Faulen keine Spur, aber das nächste mal würde ich Körnung 0,4-0,8 nehmen)

Innenfilter von Fluval

Wasserwerte

Aus meiner Leitung kommt Wasser mit pH 8, KH 9 und GH 12. Ich habe mich entschieden die Werte im Becken nicht zu beeinflussen

Besatz

Aufgrund der Wasserwerte habe ich mich für Platys entschieden, die sich in hartem und auch leicht basischem Wasser wohlfühlen. Ebenfalls kein Problem mit mittlerer bis hoher Wasserhärte haben Zwerggarnelen.

Daher besteht mein Besatz aus:

  • Korallplatys (Xyphophorus maculatus)
    in schwankender Anzahl (die Großen sterben und Kleine kommen nach), meist so 4 bis 15 Stück
    die Männchen jagen die armen Weibchen fast ununterbrochen und vergewaltigen sie, wenn die mal kurz nicht aufpassen, sie fressen ihre eigenen Kinder …. sehr „quirlig“ und ein toller Kontrast zum grünen Becken.
  • Red Fire Zwerggarnelen (neocaridina denticulata sinensis var. red )
    in genauso schwankender Anzahl, meist zwischen 10 und 30 Stück
    Lustige Tierchen, kommen auf die Hand :-) und sind ständig damit beschäftigt Sandkörner zu jonglieren.
  • Turmdeckelschnecken um den Sandboden sauber und locker zu halten
  • Blasenschnecken und Posthornschnecken weil sie hübsch aussehen, und man sie sowieso nicht los wird

Pflanzen

Hohe pH-Werte mögen die meisten Pflanzen nicht unbedingt. Dazu sind die meisten Komplettsets sehr lichtschwach ausgestattet. Ich habe auf die 56L Volumen auch nur eine 15 W Leuchtstoffröhre. Sehr licht-hungrige Pflanzen gedeihen hier nicht. Der Pflanzenbesatz ist außerdem nicht besonders geschickt ausgewählt, die meisten Pflanzen sind eigentlich zu groß für das Becken. Trotzdem wachsen alle Pflanzen munter vor sich hin … :-)

  • Amazonas Schwertpflanze (Echinodorus)
    • genaue Art unbekannt ….
    • freut sich über Wurzeldüngung
    • bekommt bei zu wenig Eisendünger braune Blätter
    • eigentlich zu groß für das Becken …
  • Beckett Wasserkelch (cryptocoryne becketti)
    • wächst sehr schnell und bildet Seitentriebe mit neuen Ablegern
    • freut sich über zusätzliche Wurzeldüngung
    • T: 20-26 °C, pH: 6-8, KH: 1-20, L: mittel
  • Zwergspeerblatt (anubias barteri var. nana)
    • wächst langsam aber stetig
    • blüht auch unter Wasser, Bestäubung durch Wasserströmung
    • das Rhizom darf auf keinen Fall mit Sand/Kies bedeckt sein
    • wächst auch auf Stein und Holz
    • dehnt sich vom Rhizom aus, bildet aber auch Seitentriebe mit neuen Pflanzen
    • das Rhizom enthält angeblich einen für Garnelen giftigen Stoff, weswegen ich es im Aquarium vermeiden werde, die Pflanze durch einen Schnitt durch das Rhizom zu trennen
    • T: 20-28 °C, pH: 6-7,5, KH: 2-15, L: gering
  • Javamoos (vesicularia dubyana )
    • wächst langsam
    • frei schwebend im Wasser oder auf Steine/Wurzeln aufgebunden
    • bietet gute Versteckmöglichkeiten für Garnelen und Jungfische
    • T: 20-30 °C, pH: 6-7,5, KH: 4-12, L: gering
  • Mooskugel (ckadophora aegagrophica)
    • besteht aus dunkelgrünen Algenfäden, die zu einer Kugel gewickelt sind
    • wächst sehr langsam bis garnicht
    • verwurzelt nicht
    • T: 22-28 °C, pH: 5,5-8, KH: 2-15, L: gering

Aquarium2: 112L

Düngung

  • Eisen: Ferropol Flüssigdünger von Lival, immer dann wenn die Blätter anfangen braun zu werden, also alle halbe Jahre mal drei bis vier Wochen lang … dann werde ich wieder zu faul
  • Bodendünger: Düngekugeln „Die 7 Kugeln“ von JBL in die Wurzelregion der cyptocoryne und echinodorus
  • CO2-Düngung mit Bio-CO2 und Paffrath-Schale

CO2

Ich dünge mit „BioCO2“ weil es billig und einfach ist. Da ich keine Lust zu basteln hatte, hab ich mir dazu die Anlage von Dennerle gekauft. Es handelt sich dabei um die „Dennerle Bio-Line Professional CO2-Anlage für Aquarien bis 120 Liter“. Wichtig ist es genau diese Anlage zu nehmen, und nicht die für 80L oder 160L, da nur die 120L-Anlage eine Paffrath-Schale enthält.

Was ist „BioCO2“
CO2 kommt hier nicht aus der Druckflasche sondern entsteht wenn Hefepilze Zucker fressen. Wird also „biologisch“ produziert. Das CO2 das dabei entsteht ist natürlich genauso wenig „biologisch“ wie das CO2 aus der Druckflasche oder einem Karbonator.
Im Unterschied zur Druckflasche hat BioCO2 sein Nachteil, dass die Produktion nicht sehr gleichmäßig erfolgt. Am Anfang produziert die Hefe sehr sehr viel CO2, und am Ende immer weniger.

Was ist eine Paffrath-Schale
Hier handelt es sich um eine Schale in die das CO2 hineinblubbert, und an der Oberfläche in das Wasser diffundiert. Die Menge an CO2 die ins Wasser gelangt hängt davon ab, wie groß die Oberfläche der Schale ist. Die Paffrathschale ist die einzige Möglichkeit BioCO2 sicher ins Wasser zu leiten. Andere Verfahren wie der Lindenholzausströmer / Diffusor / Flipper lösen alles CO2 im Wasser. Da die BioCO2 Anlage aber manchmal sehr sehr viel CO2 liefert kann das zu einer CO2 Überdosierung mit Säuresturz oder Vergiftung der Fische im Wasser führen.
Das Prinzip der Paffrath-Schale kann man sich vielleicht besser vorstellen, wenn man an eine Schale denkt, die unter einem tropfenden Wasserhahn steht: Aus der Schale verdunstet Wasser und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Bei einer großen Schale kann mehr Wasser verdunsten als bei einer kleinen, daher ist die Luftfeuchtigkeit bei einer großen Schale höher. Wenn zu viel Wasser in die Schale tropft, läuft sie über.

Die Fläche der Paffrath-Schale berechnet man aus der Karbonathärte und dem Wasservolumen.

Dennerle nennt die Paffrath-Schale „Topper“. Sie hat eine Fläche von etwa 45 cm², für mein 60 L Becken mit KH 9 brauche ich aber nur etwa 30 cm² Fläche und habe die Schale daher mit Schwämmen entsprechend verkleinert, damit es nicht zu einer CO2-Überdosierung kommen kann. Die genaue Größe der Schale kann man durch Messung des CO2-Gehalts im Wasser (sollte bei etwa 10 mg/l liegen) noch anpassen.
Damit sie im Aquarium wenig Platz wegnimmt hängt sie nahe an der Wasseroberfläche. Sie muss beim Einsetzten jedoch zunächst vollständig mit Wasser gefüllt sein (also untertauchen, umdrechen, und dann an der Scheibe festdrücken. Durch den grünen Schlauch kommt das CO2.

Dennerle Topper mit Schaumstoff Dennerle Topper im Aquarium

CO2-Anlage

In der großen Flasche bilden die Hefe Bakterien aus dem Zucker CO2 und Alkohol. Um zu verhindern, dass dieser Alkohol ins Aquarium gelangt, tropft das CO2 vorher noch durch die kleine Flasche. In dieser Flasche kann man auch gut die Blasen zählen.

Flaschenfüllung

Zutaten für CO2-Flaschenfüllung Kochen der Füllung Füllung der Dennerle-Flaschen

Ich verwende für die Füllung von zwei Flaschen

  • 1 Päckchen Tortenguss für 250 ml Wasser
  • 250 ml Wasser
  • 300 g Zucker

Das ganze wird unter Rühren aufgekocht und in die Flaschen gefüllt. Die Menge geht meist genau auf, die Flaschen werden bis zum zweiten „N“ von „Dennerle“ gefüllt.

Danach muss die Zuckermischung abkühlen und fest werden. Sobald sie das ist gebe ich

  • 1 großzügige Messerspitze Trockenhefe (zum Backen)

in die Flasche und gieße sie mit lauwarmem Wasser (darf nicht zu warm sein, sonst tötet man die Hefe) bis 1cm unter den Rand auf. Zuschrauben, fertig :-)

Die Füllung hält gut einen Monat.

Diskussion

  • Der Testudolinks-Linkliste fehlt ein Link? Bitte trage ihn hier ein!
  • Ein Link funktioniert nicht oder ein Bild wird nicht richtig angezeigt?
Geben Sie Ihren Kommentar ein
T A X M S
 
other/fisch.txt · Zuletzt geändert: 2010/12/19 21:22 (Externe Bearbeitung)

Seiten-Werkzeuge