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beheiztes Schlafhaus

Ich will hier das beheizte Schlafhaus meiner Schildkröte vorstellen, und alles was ich daran falsch gemacht habe.

So sieht das Haus aus:

Schutzhaus

Es steht innerhalb des Frühbeets, das nachts ungeheizt ist, und ist an der Innenseite mit einem Heizkabel versehen. Dieses Heizkabel wird über Thermostat und Zeitschaltuhr nachts zwischen 18:00 Uhr und 9:00 Uhr bei Temperaturen unter 16 °C im Haus eingeschaltet.

Der erste Fehler ist bereits klar erkennbar: Wenn ich vorher daran gedacht hätte, dass ich die Öffnung des Schutzhauses nicht in die selbe Richtung zeigen lassen möchte, wie die Öffnung des Frühbeetes, um so kalte Luft etwas stärker auszubremsen, muss ich das Haus (wie im Bild zu sehen) um 90 ° drehen. So befindet sich der Ausgang des Heizkabels aus dem Haus an der falschen Ecke, und muss so fast schon quer durch das Frühbeet gespannt werden. Unschön.

Das Häuschen selbst ist 40 cm x 40 cm groß und 25 cm hoch.

Das Innenleben des Häuschens sieht so aus:

Schutzhaus

An Deckel und Rückwand befindet sich Fliegengitter aus Draht (nächster größer Fehler, dazu unten mehr), an das mit Draht das Heizkabel gebunden wurde.

An den Seiten befindete sich , mit einem Rechteckigen U-Profil aus Plastik fixiert Schaumstoff. Diese Anregung habe ich vom Vortrag von Hans Bidmon in Hofheim übernommen. Die Idee dahinter: Durch einen Schlauch kann der Schaumstoff befeuchtet werden, und gibt diese Feuchtigkeit langsam an die Luft ab. Somit herrscht im Schlafhaus eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, genau wie in den Schalfhöhlen der Schildkröten in der Natur. Diese hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig um Dehydration und Höckerbildung entgegen zu wirken.
Leider lässt sich der Schaumstoff kaum befeuchten. Er nimmt die Feuchtigkeit sehr schlecht an, so dass das Wasser eher am Schaumstoff vorbei rinnt, als wirklich aufgesogen zu werden. Ich weiß nicht ob Herr Bidmon einen anderen Schaumstoff verwendet, oder den Schaumstoff durch ausdrücken in einem Eimer befeuchtet, oder ob ich beim Vortrag etwas falsch verstanden habe, auf jeden Fall funktioniert es bei mir nicht.
Ich hoffe nun das Schaumstoff ähnlich gut isolierende Eigenschaften hat wie Styropor und nicht zu schnell vergammelt um so wenigstens etwas Nutzen als isolierendes Material im Schlafhaus zu haben.

zum Bau

Schutzhaus Bau Als Holz habe ich Multiplexplatten aus Birkenholz verwendet. Dieses Holz wurde mir im Baumarkt als Feuchtraumgeeignet / Wetterbeständig verkauft. Es ist billiger als die oft empfohlenen Siebdruckplatten, sollte aber noch mit Lack behandelt werden, um es sicher zu impregnieren.
Ich habe Holz mit 9 mm Stärke verwendet. Der Quadratmeterpreis liegt bei 23,99 €.

An die Unterseite der Seitenwände habe ich ein Rechteck U-Profil (5 mm mal 4 mm, 1 m lang, 3,69 €) geschraubt, dass als Halterung für die Schaumstoff-Platten dienen soll, und von dem gedacht war, dass es das abfließende Wasser etwas staut, um so die Schaumstoffplatten länger feucht zu halten.

Bau Schutzhaus Danach wurden die Holzplatten mit einander verschraubt. Um Splittern des Holzes zu vermeiden, die Schraublöcher vorher mit einem dünnen Bohrer vorboren.

 

Bau Schutzhaus An die Rückseite wurde oben und unten, an die Vorderseite nur oben, eine Holzlatte (Weißholz, gehobelt, 2,38 € pro Meter) geschraubt, an die das Metallnetz getackert werden soll, das das Heizkabel hält.
Da das Weißholz weniger feuchtigkeitsbeständig ist, wurde es vor dem Anschrauben zwei mal mit Klarlack gestrichen.

Die Holzlatte oben hinten erhält eine kleine Aussparung, durch die das Heizkabel gezogen werden kann.

An der Vorderseite wurde mit der Stichsäge eine Türöffung ausgesägt.

An Deckel und Rückseite habe ich eine Selitherm-Platte mit Heißkleber (war grad da) geklebt. Diese Platte ist eigentlich dazu bestimmt, hinter Heizkörper an der Wand befestigt zu werden. 1 Quadratmeter Platte hat mich 7,49 € gekostet. Ich hab noch Reste da, die ich an andere „Häuslebastler“ zum Selbstkostenpreis und bei Übernahme der Versandkosten abgebe! Bitte meldet euch einfach mit der gewünschten Größe über das Kontaktformular!

Die Styroporschicht an der Rückseite der Platte isoliert, und die reflektierende Aluminiumschicht strahlt die Wärme zurück in das innere des Hauses.

Bau Schutzhaus Anschließend das Gitter an das Holz tackern.

Ich habe hierfür „Fliegengitter“ aus Metall verwendet. Wird auch als Mäuseschutzgitter verkauft, und ist ziemlich teuer (8,99 € für ein 1,20 m x 

Warum ich mich für dieses Fliegengitter genommen habe weiß ich auch nicht mehr. Vielleicht weil ich noch zu stark in dem Einfluss aus Hofheim stand, und Herr Bidmon da das Haus auch mit Fliegegitter (allerdings aus igendeinem Plastik) innen verkleidete hatte. Vielleicht dachte ich mir auch dass das Kabel hinter dem feinmaschigen Gitter besser vor der Schildkröte geschützt ist. Es war auf jeden Fall definitiv ein Fehler! Das Zeug ist störrisch, pieckt in die Finger, rollt sich immer in die falsche Richtung. Das nächste mal *g* nehme ich ein festeres Gitter mit viereckigen Öffnungen mit 5 mm Größe!

Bau Schutzhaus Bau Schutzhaus

Nun zu der nicht funktionieren Befeuchtungsanlage für den Schaumstoff ;-)

Zunächst habe ich unten in die U-Profile einige Löcher gebort, damit das Wasser ablaufen kann.

Danach einen Plastikschlauch (1,29 € pro Meter zum selbst Abschneiden) mit Löchern versehen.

Bau Schutzhaus In den Schaumstoff habe ich eine Rille geschnitten, in die der Schlauch gelegt werden kann (Löcher nach unten).

Rechts hinten geht der Schlauch durch ein Loch im Deckel nach oben, und kann dort mit Wasser befüllt werden. An der Vorderseite wird der Schlauch zur anderen Seite geführt, wo er am hinteren Ende im Schaumstoff endet.

In diesem Bild ebenfalls gut zu sehen: Das verlegte Heizkabel, das mit Draht am Gitter fixiert ist.

Als Heizkabel habe ich das 25 W Kabel der Zoohandels-Marke „RepWorld“ verwendet (21,99 €). Es wird angenehm warm, aber nicht heiß, man kann es im angeschalteten Zustand auch mehrfach gefaltet gut in der Hand halten.

An die Vorderseite (falsche Stelle wie schon bemerkt …) ist eine kleine Bohrung durch die das Kabel nach außen zur Steckdose geführt werden kann. Die ersten ca. 40 cm des Kabels sind nicht beheizt.

Schutzhaus Schutzhaus

 

Letztlich hat mich das Haus knapp 60 € gekostet (*schluck*), wovon ich 35 € für Holz und Heizkabel waren.

Schaumstoff, U-Profil und Schlauch haben zusammen 12 € gekostet, und hätte ich mir sparen können und stattdessen zur Isolierung in den Seitenwänden Styrodur verwenden können.

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RAKTJ
 
 
kasi/schutzhaus.txt · Zuletzt geändert: 2010/12/19 21:22 (Externe Bearbeitung)
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